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Sagen der Hainleite: Steppchen

20. 03. 2014

Auch in unserem Landkreis Nordhausen entstanden in den vergangenen Zeiten die verschiedensten Sagen und Geschichten. Eine Sage aus dem Gebiet um die Hainleite, „Steppchen“, nacherzählt von Horst Rasemann, sollen darüber Auskunft geben...


Die Hainleite, die ihren Ausgang im Eichsfeld hat, bildet den südlichen Rand unseres Kreises. Der Name leitet sich von hain = hag = Wald und leite = Bergzug ab, bedeutet also bewaldeter Bergzug. Zum Süden hin neigt sich die Hainleite allmählich in das Thüringer Becken, zum Norden fällt sie steil ins Tal der Wipper ab.


Dieser Abfall zeigt sich in steilen, senkrecht niedergehenden Felswänden oder in abgerundeten Bergkuppen, die oft etwas vorspringen. Zu nennen sind der Reinhardtsberg bei Großlohra,
gegenüber die Burg Lohra, die drei Erhebungen Gatterberg, Kain und Wöbelsburg über Hainrode, der Zengenberg und Rauchenberg über Wernrode und der Sargberg mit der Feuerkuppe über Kleinfurra.


Die Hainleite ist überwiegend mit Laubwald bewachsen, besonders die Buche gedeiht hier gut. Stundenlang kann man auf ihr wandern ohne einen Menschen zu treffen und ist stets vom Wald umgeben. Viele der Dörfer, die hier an der Hainleite im Wippertal liegen, haben sich in der Verwaltungsgemeinschaft „Hainleite“ zusammengeschlossen. Doch nun zur Sage:


Am Fuße des dichtbewaldeten Höhenzuges Hainleite liegt das erstmals 1197 urkundlich erwähnte Dorf Hainrode mit seinem Erholungszentrum „Teichtal“. Hier wurde der berühmte Altertumsforscher Friedrich August Wolf am 17.Februar 1759 geboren.

 

Ein Kleinod des Dorfes ist die St. Maria – Magdalena Kirche (siehe Foto). Hier in der Nähe der Kirche soll, der Sage nach, anno duzemal ein Ehepaar gewohnt haben, das nicht einmal soviel besaß, um sich jeden Tag satt zu essen. Alle Mühe und Arbeit war umsonst; die Not blieb immer dieselbe. An die Nachbarn mochten die Leute sich nicht wenden, denn sie scheuten die üble Nachrede. Weder der Mann noch die Frau ertrugen diese Lage auf die Dauer.


Als daher letztere den Vorschlag machte, Steppchen, einen dienstbaren Kobold, ins Haus einzuladen, war der Mann einverstanden. Schon in der nächsten Nacht stand der Mann unter einem alten Birnbaum im Garten. Dort warf er sein Messer dreimal in die Luft und rief den Namen „Steppchen“ laut in die nächtliche Stille. Plötzlich entstand ein gewaltiges Brausen und Sausen in der Luft, und der Gerufene stand unter dem Baum.


Auf die Frage nach seinem Begehren erwiderte der Mann, dass er und seine Frau jetzt genug gehungert hätten und sie Hilfe von ihm erbäten. Dies versprach Steppchen auch, wenn er ihm seine Seele opfere. Der Pakt wurde geschlossen, und der neue Gast zog ins Haus ein. Hatte vorher die Armut aus allen Ecken herausgeschaut, so sah man bald Wohlstand einziehen. In Küche und Keller häuften sich nun allerlei Lebensmittel, und man konnte kommenden Tagen in Ruhe entgegensehen.  Wollte die Frau frische Butter haben, so setzte sie sich mit der leeren Schüssel unter den Baum und quirlte darin.


Im Nu war die gewünschte Butter da. Regnete es, so begab sie sich in den Stall und wiederholte den Vorgang. War es Zeit zum Mittagessen, so klopfte man an den Ofen und erbat sich eine beliebige Speise. Sonntags gab es gewöhnlich Klöße mit Hotzeln (getrocknete Pflaumen). Brauchte die Frau
Futter für ihre Ziege, so ging sie auf den ersten besten Acker und nahm, was sie brauchte. Ertappt werden konnte sie vom Eigentümer nicht, denn sie besaß die Gabe, sich unsichtbar zu machen. Dies erlangte sie dadurch, dass sie in ein Taschentuch, das sie von Steppchen erhalten hatte, drei Knoten knüpfte.


War Steppchen übler Laune, so machte er allerlei Spuk im Hause. Dann klang es vom Hausboden herunter, als wenn fortwährend schwere Ketten über den Fußboden geschleift würden oder als ob trockenes Laub auf das Dach riesele. Verließ er das Haus, so kehrte er nachts in Gestalt einer Feuerkugel durch den Schornstein zurück. Nach einer Reihe von Jahren, in denen der häusliche Wohlstand sichtlich zugenommen hatte, suchten indessen die Eheleute, den allmählich recht unbequem gewordenen Gast wieder loszuwerden. Sie streuten Erbsen auf den Hausboden und hängten Dill auf. Der Geruch war dem Kobold zuwider.


Längere Zeit jedoch schienen diese Mittel ihren Zweck zu verfehlen, endlich aber verließ Steppchen die undankbaren Leute. Er war der ständigen Belästigungen müde geworden. Trotzalledem überwältigte ihm das Mitleid zu dem Ehepaar und er ließ dem Mann seine Seele. Doch nach kurzer Zeit waren die Leute wieder so arm wie vorher. Horst Rasemann

 

Bild zur Meldung: Sagen der Hainleite: Steppchen

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